Lohmar spielt Theater
Lohmar - JA! Jung und Alt - Theater-Projekt verbindet alle Generationen!
Die gesamte Lohmarer Bevölkerung, Laienschauspieler, egal welchen Alters sowie Vereine und Organisationen sind aufgerufen, bei dem geplanten Theaterstück der Stadt mitzuwirken.
Die Projektgruppe „Lohmar JA! Jung + Alt - Theater", die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Thema „Generationen verbinden" noch stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, wird unter fachkompetenter Leitung ein Theaterstück erarbeiten und aufführen. Mit der Ausarbeitung eines Konzeptes wurde der in Lohmar beheimatete Regisseur Lajos Wenzel beauftragt: „Das ist eine große Chance für die darstellenden Künste in Lohmar", sagt Wenzel, mit großem Erfolg hatte er bereits im letzen Jahr zu den Kulturtagen das Naturspektakel „Ronja Räubertochter" inszeniert. Sein Konzept sieht Wenzel als künstlerisches Angebot, das nur gelingen kann, wenn viele Beteiligte es zu „ihrem" Projekt machen.
In einer Zeitspanne von drei Jahren werden Menschen jeden Alters gemeinsam arbeiten und eine Inszenierung mit geplanten 250 Mitwirkenden auf die Bühne bringen. Ziel ist es, eine Reihe von Aufführungen von Laientheatern für jeweils ca. 800 Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Beine zu stellen.
Das Monumentalwerk „Das große Welttheater" von Don Pedro Calderon de la Barcas soll Vorlage der Aufführung sein. Thema des Stückes ist das menschliche Leben, symbolhaft gezeigt in Form einer auf der Bühne entstehenden Theaterproduktion. Große Gruppenszenen entstehen, die die Einbindung von zahlreichen Akteuren, Chören, Musikern und Tanzgruppen vorsehen. Bis zum Herbst 2011 werden das Interesse und die Bereitschaft zur Mitwirkung gesammelt. In einer ca. 8-monatigen Entwicklungsphase soll das Stück entstehen. In 2012 beginnt die eigentliche Praxisarbeit. Für Mitte 2013 ist die Aufführung geplant.
Sollte Ihr Interesse geweckt sein, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Email an Herrn Klein, Leiter des Amtes für Kultur, Sport und Soziales, Michael.Klein@Lohmar.de.
Konzept
Produktion: Das große Welttheater
Bearbeitung nach: Don Pedro Calderon de la Barca
Thema des Stückes ist das menschliche Leben, symbolhaft gezeigt in Form einer auf der Bühne entstehenden Theaterproduktion. Was wäre für ein Theater der Generationen besser geeignet, sich in theatraler Form mit Werten von Heute und Gestern, mit Miteinander und Gegeneinander, mit uns antreibenden Trieben auseinander zu setzen. Auf der Bühne tritt als "Autor" des kommenden Theaterstückes der Schöpfer selbst auf, der die verschiedenen Rollen verteilt und versucht, die Zügel in den Händen zu halten. Jede Rolle repräsentiert einen bestimmten Aspekt des Lebens: der König, die Weisheit, das Gesetz der Gnade, die Schönheit, der Reiche, der Bauer, der Arme, ein Kind. Bühne wird dabei nichts Geringeres als die Welt selbst. Alles ist ein großes Theater im Theater.
Nun realisiert jeder "Schauspieler" seine Rolle in der Welt und jeder reagiert so, wie es seine sozialen und moralischen Lebensumstände bedingen. Große Gruppenszenen entstehen, die die Einbindung von zahlreichen Akteuren, auch Chören, Musikern, z.B. Blechbläsern, Tanzgruppen usw., in sinnvollem, theatralisch hochwertigem Kontext fordern. Wenn z.B. die Armut auftritt, die um Almosen bettelt, doch der Reiche verwehrt sie ihr, sind das klare, archaische Bilder, die von Jung und Alt im prozesshaften Arbeiten über eine lange Zeit auch unabhängig vom eigentlichen Bühnenwerk diskutiert und entwickelt werden können.
Prozess
Herbst 2011:
- Schriftlich werden eine prinzipielle Bereitschaft und ein Interesse zur Mitwirkung bei sämtlichen Theater- und Kultureinrichtungen der Stadt abgefragt (Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur). Jeder, der sich beteiligen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Nach einem konstituierenden Treffen der Vertreter aller beteiligten Gruppen wird die Bearbeitung des Stückes vorgenommen.
- Die Phase der Stückentwicklung und das Einbinden von allen sich ergebenden Ideen, die Einbindung von Mundartpassagen, Musiken etc. sollten schon einen verbindenden Charakter haben und daher nicht übereilt angegangen werden. Realistisch ist die Fertigstellung über die Schritte Exposé, Treatment, bis zum fertigen Stück bei Einbindung so vieler kreativer Köpfe innerhalb von 6-8 Monaten, also einige Zeit nach den Kulturtagen im Jahr 2012, eher Richtung Sommer 2012.
Nach den Sommerferien 2012:
- Die eigentliche Praxisphase beginnt in diesem Fall nach den Sommerferien 2012. Ein großes zweitägiges Treffen in der Jabachhalle mit verschiedenen Workshops und theaterpädagogischen, tanz- und musik-pädagogischen Angeboten für jedes Alter. Daraus entwickeln sich die einzelnen Gruppen. Hier werden Aufgaben innerhalb des Stückes konkretisiert. Ziel des Wochenendes ist es, dass jeder den Inhalt und den Sinn des gemeinsamen Werkes erfasst und seinen Platz innerhalb der Aufführung findet.
- Die einzelnen Gruppen arbeiten in ihren eigenen Strukturen je nach Umfang der Beteiligung in Blöcken oder an einzelnen Tagen über das Jahr verteilt. Die Kerngruppe trifft sich von nun an regelmäßig.
Ab etwa März 2013:
- Es beginnt die „heiße Phase“: jetzt müssen Kostüme entstehen, die nötige Infrastruktur muss beschafft werden, Bühnenelemente erstellt werden.
- An zwei Wochenenden wächst nun zusammen, was zusammengehört. Unter Leitung von Regisseur Lajos Wenzel werden die unterschiedlichen Bausteine zu einem künstlerisch anspruchsvollen Gesamtkunstwerk collagiert.
Die Aufführung sollte an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden, mit jeweils Freitag, Samstag und Sonntag, sowie an einem Abendtermin innerhalb der Woche stattfinden. Insgesamt sollten also ca. 8 Vorstellungen stattfinden. Offen ist zur Zeit noch, ob dieses Projekt als Indoor- oder Open-Air-Event konzipiert wird. Hier werden geeignete Locations, insbesondere aber auch die Kosten und deren Gegenfinanzierung über öffentliche Förderungen und Sponsoring eine Rolle spielen.
In Vertretung
Dirk Brügge
Erster Beigeordneter

