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Bombach mit Eisenbahnviadukt
| Ort: | Lohmar-Agger, Bombach 29 (Honrath/Neuhonrath) |
| Denkmalart: | Ortslage / Viadukt: Baudenkmal 157 |
| Autor: | Harald Bertsch |
| Verein: | Heimatverein Dahlhaus |
| Nr.: | 06-10 |
Die Ortschaft Bombach liegt in einem Seitental der Agger am Dahlhauser Bach. Hier wird das Tal von dem 1909 erbauten Eisenbahnviadukt überspannt. Im Ort finden wir zwei gut erhaltene Fachwerkhofanlagen.
An der nördlichen Grenze von Lohmar, westlich der Bundesstraße 484 am Dahlhauser Bach, liegt die Ortschaft Bombach, welche früher auch Bumbach genannt wurde. Der Ort bestand bis in das Jahr 1875 aus drei Wohnhäusern und hatte zu dieser Zeit 23 Einwohner. Hier befindet sich eines der ältesten Fachwerkhäuser im Lohmarer Stadtgebiet. Das Haus Bombach 29 gehörte zur Hofanlage Bumich, welche zu Anfang des 30-jährigen Krieges erbaut wurde. Im Türsturz des Gebäudes ist die Jahreszahl seiner Errichtung "Anno 1625 den 9 October" abzulesen, was durch eine dendrochronologische Untersuchung bestätigt wurde. Es handelte sich ursprünglich um ein Wohnstallgebäude, von dem heute jedoch nur noch der Wohnteil erhalten ist. Seitlich ist ein Wirtschaftsgebäude angebaut. Im Innern des Gebäudes befindet sich ein ca. 15 m tiefer Brunnen. Gegenüber liegt der Hof der Familie Linder, eine der drei in Bombach altansässigen Familien. Zum Andenken an die verstorbenen Eheleute, Johann Peter Linder, wurde im Jahre 1901 das Wegekreuz aus Sandstein vor dem Haus Bombach Nr. 8 errichtet.
Mit dem Bau der Bahnstrecke von Köln nach Overath entstand in Bombach die große Eisenbahnbrücke, welche das Dahlhauser Bachtal überspannt. Der Bau der Eisenbahnstrecke von Hoffnungsthal nach Overath war der Höhepunkt der Erschließung des Sülz- und Aggergebietes durch die Eisenbahn. Sie stellte die Verbindung der Sülztalbahn mit der Aggertalstrecke her. Besonders schwierig gestalteten sich die Arbeiten beim Bau des 1082 m langen Durbuscher Tunnels. Bei Bombach mußte das Dahlhauser Bachtal mit einem großen Viadukt überwunden werden. Die fünfbogige Talbrücke aus Grauwacke ist 90 m lang und besitzt eine Höhe von 24 Metern. Die Eröffnung des offiziellen Eisenbahnverkehrs erfolgte am 01. August 1910. Die neue Streckenführung von Overath über Rösrath nach Köln brachte eine große Zeitersparnis, da nun der Umweg über Siegburg entfiel. Der an der Strecke erbaute Bahnhof Honrath ist heute der einzige Eisenbahnhaltepunkt im Lohmarer Stadtgebiet.
- Wegekreuz Bombach, Baudenkmahl Nr. 121, Angaben aus der Denkmälerliste der Stadt Lohmar
- Fachwerkhofanlage Bombach, Baudenkmahl Nr. 123, Angaben aus der Denkmälerliste der Stadt Lohmar
- Viadukt Bombach, Baudenkmahl Nr. 157, Angaben aus der Denkmälerliste der Stadt Lohmar
- Wilhelm Pape, Siedlungs- und Heimatgeschichte der Gemeinde Lohmar, S. 206, Lohmar 1983
- Burghart Schmitt, Auf den Spuren alter Häuser, S. 112-118, Marburg, 2001
- Zug um Zug, Eisenbahnen im Sülz- und Aggertal, Geschichtsverein Rösrath, Bd. 15, S. 179, Rösrath, 1986




Bildquellen:
Bild 1:
Ortslage Bombach im Aggertal
Quelle: Harald Bertsch
Bild 2:
Steinwegekreuz in Bombach
Quelle: Harald Bertsch
Bild 3:
Eisenbahnviadukt zu Bombach
Quelle: Harald Bertsch
Bild 4:
Bau der Eisenbahnbrücke über das Dahlhauser Bachtal 1909
Quelle: Geschichtsverein Rösrath, Bildarchiv
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