Niedrigenergie-Sporthalle Breidt

- Sporthalle Breidt: Außenansicht
Am 27. Oktober 1995 wurde die Sporthalle Breidt eingeweiht: Auch heute noch ein Musterbeispiel für das Bauen in Niedrigenergiebauweise, denn die Sporthalle weist einen etwa 30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch auf als der Durchschnitt.
Nach sorgfältiger Erfassung der Verberauchsdaten und einigen Optimierungsarbeiten gelang sogar eine weitere Verringerung der Energiekosten um etwa 26 Prozent.
Das Konzept

- Sporthalle Breidt mit Flachkollektoren
Dem Architekten der neuen Sporthalle Breidt lag zunächst eine möglichst umfassende Dämmung der gesamten Gebäudehülle am Herzen. Dies gelang beispielsweise durch die Wahl geeigneter Stützen und ihre wärmebrückenfreie Einbindung.
Nun galt es, den Restwärmebedarfs der Halle sinnvoll zu decken. Ähnlich wie im Rathaus Lohmar wurde deshalb eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Ein Kreuzstromwärmetauscher sorgt dafür, dass etwa zwei Drittel der Wärme aus der Abluft zurückgewonnen werden und nicht von einer Heizung geliefert werden müssen.
Ein solarthermische Anlage mit Flachkollektoren sorgt hier für eine Zuluftnachheizung ebenso wie für die Wassererwärmung in den Duschräumen.
Besonderer Wert wurde auf die Regelungstechnik gelegt: Die Beheizung der Halle kann Wochen im voraus belegungsabhängig programmiert werden. Die energiesparende Hallenbeleuchtung ist dimmbar: Sie wird tageslichtabhängig betrieben.
Hallenweltrekord!
Nicht zuletzt durch den engagierten Hausmeister und die sensibilisierten Nutzer gelang ein Energiesparrekord: Nur 28,78 Kilowattstunden Gesamtenergieverbrauch pro Nutzungsstunde im Jahr 1997.
Dabei lagen die Baukosten weit unter dem veranschlagten Wert. Trotz der geringen Kosten wurde durch sorgfältige Auswahl geeigneter Materialien ein Stück Nachhaltigkeit verewigt: PVC-freie Böden, nicht imprägnierte Holzdecken, naturbelassene Wolle als Prallschutz an den Hallenwänden.
Die Sporthalle Breidt: Nachhaltigkeit macht Schule.
[Fotos: amb architekten, Lohmar]

