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Breidtersteegsmühle

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Breidtersteegsmühle
Ort:
Lohmar-Breidt, Breidtersteegsmühle 1a
Autor:
Herrmann Josef Gerlach
Vereinsname:
Heimat- und Kulturverein Breidt
Nr.:
02-13

Die Breidtersteegsmühle liegt als eine der wenigen noch zum Teil mit Wasserkraft betriebenen Getreidemühlen im Jabachtal an der B 507 zwischen Donrath und Pohlhausen. Zum Mühlenbetrieb gehört ein gut sortierter Laden für Biokost, Futtermittel und Blumenschmuck.


 

An der Bundesstraße 507 liegt im Jabachtal zwischen Pohlhausen und Donrath die Breidtersteegsmühle. Dieses Anwesen befindet sich seit über 160 Jahren im Besitz der Familie Broich. Der Betrieb beherbergt nicht nur eine der wenigen in unserer Gegend noch teilweise mit Wasserkraft angetriebenen Getreidemühlen, sondern auch einen umfangreichen Handel mit Futtermitteln und Naturkost in Form von Gemüse, Obst, Getreide aus biologischem Anbau sowie Müslis, Säften, Wein und vieles mehr aus der Vollwertküche. Außerdem findet man Blumenschmuck in vielen Variationen für freudige und traurige Anlässe im Angebot. Inhaberin Therese Weber geb. Broich ist darauf bedacht, dass trotz aller Um- und Neubauten, die im Laufe der Zeit entstanden sind, auch heute noch alle Sorten von Mehl im Angebot zu finden sind.

Am 9. März 1997 waren es 150 Jahre her, dass Müller Peter Broich und dessen Ehefrau Katharina Höller die am Jabach (damals auch „Wäschbach“ genannt) in der Gemarkung Breidt gelegene Breidtersteegsmühle vom Vorbesitzer Gerhard Offermann erwarben. Der hatte 1835 von der königlichen Regierung zu Köln die Erlaubnis, am Wäschbach unterhalb des Zusammenflusses des Winkeler Baches und des von Krahwinkel kommenden Ernesbaches im Jabachtal eine oberschlägige Wassermühle einschließlich Wasserbehälter zu errichten. Offermann betrieb diese Mühle zwölf Jahre lang. Die Breidtersteegsmühle verdankt ihren Namen einem viel früher vorhandenen Steg über den Jabach. Dort überquerten die Bewohner des Breidter Rückens das Gewässer beim Kirchgang und zu Beerdigungen (daher der Name „Lichweg“) in Birk.

Eine aus Anlass des 150-jährigen Firmenjubiläums eingerichtete Ausstellung im Jahre 1997 beinhaltete Sagen und Mythen und nicht unbedingt dokumentierte Begebenheiten, die sich auch heute noch um die alten, früher meist einsam gelegenen Wassermühlen spinnen. Therese Weber hat auch diesen Bereich der Mühlengeschichte festgehalten, soweit ihr entsprechendes Material zugänglich war. So sah man als Marionette einen alten Müller in der typischen Berufskleidung und eine „Pelzfrau“, die angeblich im „Möllekluus“ („Mühlenklause“ = Wassereinlassstelle für das Mühlrad) wohnen sollte. Diese kinderverschlingende, weißhaarige Hexe sollte die Kinder vor einer zu großen Annäherung an die gefährliche Wasserstelle abhalten.

Im Laufe eines Jahres finden in und an der Breidtersteegsmühle Sonderveranstaltungen statt, so Flohmärkte unter dem Motto „Jagd und Natur“ mit Beteiligung von Falknern und Jagdhornbläsern oder zum Thema „Garten und Terrasse“ mit Angeboten von Gartenmöbeln bis hin zum Zubehör für den Gartenteich. Auf eine lange Tradition kann an einem Oktoberwochenende auf dem Mühlengelände ein großer Herbstmarkt zurückblicken. Dabei stehen nicht nur die eigenen Produkte zum Verkauf. Außer der üblichen Palette von Naturkost lockt eine Fülle von Zier- und Gebrauchskeramik, Korbwaren, Hüte, herbstliche Gestecke, Strohpuppen und Holzspielzeug, Silberschmuck, kunsthandwerkliche Dinge und Schafsfelle zum Einkauf. Im romantischen Mühlenhauskeller sorgen alkoholische und nichtalkoholische Getränke für Stimmung und gute Laune. Ein reichhaltiges Angebot an kulinarischen Spezialitäten wie Räucherforellen, Feine Wurstwaren, Obstweine, Federweißer, Zwiebelkuchen und Reibekuchen rundet das Bild des Herbstmarktes ab.

Für Gruppen besteht die Möglichkeit, nach Absprache an einer Mühlenführung teilzunehmen und Technik und Historie „live“ im Jabachtal zu erleben.


Quellenverzeichnis:

  • Original-Urkunden der Mühlenbesitzerin Therese Weber

Breidtersteegsmühle im Mai 2005 |Quelle: Herrmann Josef Gerlach
Breidtersteegsmühle im Mai 2005 |Quelle: Herrmann Josef Gerlach
Breidtersteegsmühle im Sommer 2005|Quelle: Herrmann Josef Gerlach
Breidtersteegsmühle im Sommer 2005|Quelle: Herrmann Josef Gerlach
Die fünfte Generation in der Breidtersteegsmühle; von links: Franz (†) und Ute (†) Broich, Hildegard Siebertz, Therese und Wilfried (†) Weber beim 150-jährigen Firmenjubiläum 1997|Quelle: Herrmann Josef Gerlach
Die fünfte Generation in der Breidtersteegsmühle; von links: Franz (†) und Ute (†) Broich, Hildegard Siebertz, Therese und Wilfried (†) Weber beim 150-jährigen Firmenjubiläum 1997|Quelle: Herrmann Josef Gerlach
Wasser aus dem Mühlenteich treibt das Aggregat im Keller an. Müllerin Therese Weber erläutert die Funktion.|Quelle: Hermann Josef Gerlach
Wasser aus dem Mühlenteich treibt das Aggregat im Keller an. Müllerin Therese Weber erläutert die Funktion.|Quelle: Hermann Josef Gerlach

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