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Villa Friedlinde

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Villa Friedlinde
Ort:
Lohmar, Bachstraße 12
Autor:
Michael Klein, Waltraud Rexhaus
Vereinsname:
Stadt Lohmar
Nr.:
01-07

Die heute als Begegnungszentrum genutzte Villa wurde um 1890 von dem Kölner Johann Josef Niessen erbaut. Der Name Friedlinde geht vermutlich zurück auf eine uralte Linde, die früher im Park der Villa stand.


Das repräsentative Gebäude diente verschiedenen Kölner Unternehmerfamilien und sogar einer Botschaft als Wohnsitz. Die damalige Gemeinde Lohmar, die es 1972 erwarb, öffnete das Haus bereits Anfang der 80er Jahre als Begegnungsstätte für die Lohmarer Seniorinnen und Senioren. Nach einer kompletten Renovierung in den Jahren 2002/2003 ist die im gleichnamigen Park gelegene Villa Friedlinde attraktiver Treff- und Mittelpunkt für die Lohmarer Bürgerinnen und Bürger. Hauptnutzer sind nach wie vor die Seniorinnen und Senioren mit einem vielfältigen Freizeitprogramm. Die Villa steht zudem für Kurse der Volkshochschule Rhein-Sieg und private Wochenendveranstaltungen, z.B. Hochzeits- und Tauffeiern, Geburtstage, zur Verfügung.

Der aus Köln stammende Johann Josef Niessen erbaute die Villa Friedlinde in Lohmar um 1890. Mit dem dazugehörigen Park grenzte der Besitz an die Hauptstraße und umschloss auch eine kleine Parzelle mit einem alten Lindenbaum und dem „Lindchens Kreuz“, einem Wegekreuz von 1766, das sich ursprünglich unmittelbar neben bzw. unter dem Baum befunden hatte.

Diese Parzelle von nur 48 m² hatte Niessen 1892 für 50 Mark von der Gemeinde Lohmar erworben. In einem eigens hierzu erfolgten Gemeinderatsbeschluss legte man fest, dass der uralte Lindenbaum von den neuen Besitzern sowie auch ihren Rechtsnachfolgern „für ewige Zeiten zu hegen und zu pflegen“ sei. Vieles deutet darauf hin, dass die Linde im früheren Gemeindeleben eine besondere Rolle gespielt hat, vermutlich als Lohmarer Dingplatz bzw. Gerichtslinde. Auf einer alten Katasterkarte von 1823 ist der Baum zwar nicht abgebildet, aber die von anderen Grundstücken und der Straße abgetrennte kleine Parzelle ist gut als besonderer Bereich zu erkennen. Leider stürzte die Linde im Ersten Weltkrieg bei einem starken Sturm um.

Johann Josef Niessen starb bereits 1892, in der Lohmarer Bürgermeisterchronik ist hierzu vermerkt: „Im Mai 1892 starb in Bonn, wohin er zur Kräftigung seiner Gesundheit gereist war, der Erbauer der ersten Villa - jetzigen Villa Esser - in Lohmar, Herr J.J.Niessen. Ihm hat Lohmar sehr viel zu danken, und starb er viel zu früh, denn mit ihm schied der größte Wohltäter Lohmars aus dem Leben. Mit welcher Liebe er an Lohmar hing, ist daraus zu ersehen, dass er nur in Lohmar beerdigt sein wollte. Er liegt auch auf dem Lohmarer Friedhof begraben.“

Der Besitz ging um die Jahrhundertwende an eine Familie Esser über - nach anderen Quellen an die Firma Reusch aus Hoffnungsthal - dann an Aloys bzw. Paul Bartz aus Köln. Durch die Witwe Else Bartz, die den Kölner Hubert Baumann heiratete, kam das Anwesen in den 1940er Jahren an diese Kaufmannsfamilie, die in Köln-Mülheim einen Lebensmittelgroßhandel und die Kaffeerösterei „Rheinstolz“ betrieb. Die Familie Baumann wohnte hier und nutzte Teile der Nebengebäude auch als Zwischenlager ihres Großhandels. 1972 kaufte die Gemeinde den Besitz und vermietete ihn an den Botschafter der Republik Libanon bis…


Quellenverzeichnis:

  • Peter Kemmerich, Meine Heimatgemeinde Lohmar, Lohmar 1976 (MS), S. 2-3;
  • Waltraud Rexhaus, Zur Geschichte der Lohmarer Hauptstraße, Lohmar 2006 (MS), S. 46-47;
  • Stadtarchiv Lohmar II 205, 1158.

Stadtarchiv Lohmar
Stadtarchiv Lohmar
Verein zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar (FöS) e.V
Verein zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar (FöS) e.V
Heimat und Geschichtsverein Lohmar e.V.
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