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Stadtentwicklung

Stadtentwicklungskonzept Lohmar 2030

Die in den letzten Jahren positive Entwicklung Lohmars hat die Attraktivität der Stadt deutlich erhöht. Zuzüge und der gestiegene Wohnraumbedarf für die Lohmarer Bevölkerung haben dazu geführt, dass die Flächenpotenziale für den Wohnungsbau und die Gewerbeentwicklung fast vollständig aufgebraucht sind.

Karte Stadtentwicklungskonzept Lohmar 2030

Daher hat der Rat nun das „Stadtentwicklungskonzept Lohmar 2030“ beschlossen. Das Konzept ist das Ergebnis von intensiven Abstimmungsprozessen zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Stadtverwaltung und dem beratenden Büro ASS. Es zeigt die Notwendigkeiten, aber auch die Chancen und Perspektiven für die Entwicklung Lohmars bis zum Jahr 2030.

Bis 2030 wird ein Wachstum auf maximal 32.000 Einwohner/-innen als realistisch angesehen. Die Bevölkerung Lohmars würde dann in 15 Jahren um 920 Einwohner/innen, d.h. um ca. 3% oder 61 Einwohner/-innen pro Jahr, wachsen. Das ist nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Auslastung der bestehenden und auch noch neu zu schaffenden Angebote an Schulen, Kindergärten oder Versorgungseinrichtungen sinnvoll.

Um für alle Bevölkerungsgruppen ausreichenden Wohnraum bieten zu können, müssen bis zum Jahr 2030 insgesamt 1.400 Wohneinheiten realisiert werden, also ca. 130 Wohnungen pro Jahr.

Das Entwicklungskonzept betrachtet zunächst, welche Flächen im Stadtgebiet heute bereits bebaubar sind: Gut 900 Wohnungen lassen sich in Baulücken (160), in rechtskräftigen Bebauungsplänen (290), in Baugebieten, die zurzeit in Planung sind (290), in Flächen, die bereits im Flächennutzungsplan als Wohnbauflächen dargestellt sind (50) und in Flächen, für die der Regionalplan eine Ausweisung von Bauland heute schon zulässt (140) realisieren.

In der Summe reicht das aber nicht, um die notwendigen Wohnungen schaffen zu können. Von dieser Erkenntnis ausgehend, wurden zunächst mögliche weitere Wohnbaupotenzialflächen im Stadtgebiet, die grundsätzlich für eine Entwicklung zu Wohnbauland in Frage kommen, erfasst und in enger Abstimmung mit politischen Vertretern bewertet. 15 geeignete Flächen, mit einer Größe von ca. 40 Hektar, verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Sie ergänzen bzw. erweitern bestehende Siedlungsbereiche. Hier könnten weitere 450 Wohnungen entstehen.

Zunächst ist aber das Wohnbaulandkonzept mit der Bezirksregierung Köln abzustimmen. Die Ergebnisse sollen in die Neuaufstellung des Regionalplans einfließen. In einer weiteren Stufe sollen dann Konzepte für die einzelnen Flächen erarbeitet werden, die die städtebaulichen Rahmenbedingungen aufzeigen. Für jedes Gebiet müssen die Bandbreite der Wohnformen definiert werden, ökologische Maßnahmen können vorgegeben und Erschließungsfragen geklärt werden.

Bis aus den im Stadtentwicklungskonzept identifizierten Flächen tatsächlich Baugrundstücke für unsere Bürger/-innen entstehen, sind noch viele Einzelschritte erforderlich, die je nach Flächengröße durchaus mehrere Jahre in Anspruch nehmen können.

Einzelhandelskonzept für Lohmar

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