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Altes Kirchdorf

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Altes Kirchdorf
Ort:
Lohmar, Kirchstraße
Art:
Baudenkmäler 23, 24, 25, 26, 32 und 105
Autor:
Lothar Faßbender
Vereinsname:
HGV Lohmar
Nr.:
01-02

Das Kirchdorf als eine frühe fränkische Siedlung galt bisher als ältester Ortsteil von Lohmar. Aufgrund der Grabung im Sommer 2005 in der Umgebung südlich des Vogtshofs durch das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege kann man heute sagen, dass in Lohmar schon in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts gesiedelt wurde, denn es wurden u.a. drei Grubenhäuser aus der Zeit der Merowinger (460/80 bis 510/25 n.Chr.) aufgedeckt.


Auf die frühe Existenz einer Kirche in Lohmar deutet auch das Patrozinium „Johannes des Täufers“ hin, das allgemein der merowingischen Zeitepoche zuzuordnen ist. Neben dem Kirchdorf nannte das Nachbarrecht von 1767 zwei weitere Ortsteile für das Dorf Lohmar, das Ober- und das Unterdorf mit rund 160 Seelen in etwa 50 Häusern.

Im Kirchdorf befanden sich um 1700 neben der Pfarrkirche und dem Pastorat (Wiedenhof), das Küster- und Schulhaus, das Fährhaus, die Burg, der Bachhof, der Pützerhof, der Neuhof und der Fronhof. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts fand dort eine rege Bautätigkeit statt.

- Mit einer dreiflügeligen Vorburg wurde die Lohmarer Burg erweitert und der neue Torbogen als Durchgang zum bestehenden Herrenhaus durch das Familienwappen der von Groote zu Bach und der Jahreszahl 1717 gekrönt.

- Das Küsterhaus mit der Schule wie auch andere Pastoratsgebäude wurden 1744, da der bauliche Zustand sehr zu Wünschen übrig ließ, vor allem zugunsten der Errichtung eines neuen Pfarrhauses geschliffen. An der Finanzierung beteiligten sich alle Bewohner des Kirchspiels und auch die freien Höfe.

- Der Friedhof war ein Jahr früher (1743) mit einer steinernen Mauer eingefasst worden.

- Im Jahr 1778 wurde der massive Kirchturm, wie er heute noch steht und zur Zeit von Grund auf saniert wird, fertiggestellt.

Das neue Schul- und Küsterhaus, das anstelle des bereits 1740 dort nachgewiesenen Küsterhauses erbaut und 1819 fertiggestellt wurde, befand sich exakt auf dem gleichen Baugrund des v.g. Schulhauses. Später ab 1860 wurde es als Vikarie verwendet und zuletzt bis zu seinem Abbruch (1954) vom Küster und Organisten Thomas Kappes bewohnt.

Die sogenannte „Neue Schule“ mit einer dritten Klasse westlich neben der 1856/57 errichteten Kirchdorfschule wurde erst 1908 eingeweiht.

Erst Jahre später am 17. Dezember 1937 wurde die Lohmarer Burg und der Bachhof vom übrigen Kirchdorf durch den Bau der Reichsautobahn Köln – Frankfurt abgetrennt und auf immer zerschnitten. Um die alte Verbindung von Lohmar nach Altenrath wiederherzustellen, entstand weiter südlich eine neue Brücke über Autobahn und Agger


Quellenverzeichnis:

  • Bernhard Walterscheid-Müller, Die Schulen im Ort Lohmar, Band 2, Lohmar 1986;
  • Burghart Schmidt, Helmtrud Köhren-Jansen, Klaus Freckmann, Auf den Spuren alter Häuser – Jahrringdatierung und Bauweise, Marburg 2001;
  • Heinrich Hennekeuser, Gemeinde Lohmar (= Rheinische Kunststätten 234), 1980; Die Burg Lohmar und ihre adelige Besitzer von Reven, in: Lohmarer Heimatblätter 22, 2008.

Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt
Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt
Kirchdorf mit Burg|01-02—2|Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt
Kirchdorf mit Burg|01-02—2|Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt
Lohmar Burg, Herrenhaus und Vorburg, Ostansicht|Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt
Lohmar Burg, Herrenhaus und Vorburg, Ostansicht|Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt
Lohmar Burg, Herrenhaus und Vorburg, Ostansicht|Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt
Lohmar Burg, Herrenhaus und Vorburg, Ostansicht|Quelle: HGV Lohmar / Fotograf: unbekannt

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